Mit der Entwicklung eines wartungsfreien Gitterturms für Windkraftanlagen wird butzkies stahlbau aus Krempe bei Itzehoe, in die Windenergiebranche einsteigen. Das Land Schleswig- Holstein unterstützt dies und fördert im Rahmen eines Entwicklungs- und Demonstrationsprojekts den Nachweis der tatsächlichen Wartungsfreiheit mit rund 160.000 Euro im Rahmen des Förderprogramms „Umweltinnovation“ (Zukunftsprogramm Wirtschaft).
Bei dem Bau von Onshore-Windkraftanlagen unterscheidet man verschiedene Turmarten: den Gittermast, den Stahlrohrturm, den Betonturm und Hybridvarianten. Der Hauptvorteil von Gittertürmen ist Ressourcenschonung und der Preisvorteil bei großen Nabenhöhen, da ein Gitterturm nur ca. halb so viel Material benötigt wie ein freistehender Stahlrohrturm mit einer vergleichbaren Steifigkeit und der einfachere Transport, da die Montage erst am Aufstellungsort geschieht, womit auf Schwerlasttransporte verzichtet werden kann.
Mit dem Aufkommen von Nabenhöhen über 100 Metern kann der Gitterturm auf Grund der hohen Gestehungskosten der anderen Varianten nun eine Renaissance erwarten. butzkies stahlbau plant nun in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer APG in Rostock die Entwicklung, Konstruktion und den Aufbau eines ersten wartungsfreien Gittermastturms für Windenergieanlagen. Durch den Einsatz neuartiger Verbindungsverfahren und der Verwendung innovativer Stabprofile und wirklichkeitsnaher Rechenmodellannahmen soll die hohe Wartungsintensität, die herkömmliche Gittertürme aufweisen, behoben werden.
Der stählerne Prototyp, an dem der Nachweis der Wartungsfreiheit erbracht werden soll, wird an der Westküste unter realen Einsatzbedingungen seinen Dienst aufnehmen. „Dies ist unter anderem auch dem Einsatz von Landrat Dr. Dr. Jens Kullik und den Bürgermeistern von Krempe und Krempdorf zu verdanken.“ so Detlef Bengs, Mitglied der Geschäftsführung und federführender Ingenieur bei butzkies stahlbau für dieses innovative Projekt.
Die butzkies stahlbau GmbH wird im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft (ZPW) des Landes Schleswig-Holstein im Handlungsfeld "Innovationen in Betrieben" mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union gefördert. In das ZPW fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 704 Mio. Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem EFRE, rund 208 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie ergänzenden Landesmitteln in Höhe von rund 122 Mio. Euro.


